Facebook als größtes „CRM-System“ der Welt

von Manja Baudis
22. Mai 2012

Seit 1989 unterstützen die Business Intelligence Lösungen von MicroStrategy Unternehmen dabei, ihre operativen Daten in Informationen umzuwandeln, die für die Entscheidungsfindung genutzt werden können.

Nun trifft Business Intelligence auf Social Intelligence: MicroStrategy bietet Werkzeuge, die helfen sollen, den Facebook-Datenschatz zu heben und mit Facebook-Fans Geld zu verdienen.

Die drei Social-Media-Produkte MicroStrategy Wisdom, Alert und Gateway sorgen dafür, die eigenen Fans besser zu verstehen (KNOW), sie zum Mitmachen zu gewinnen (ENGAGE) und ihre Daten mit den vorhandenen CRM-Daten zu verknüpfen (SYNCHRONIZE).

Der cloudbasierte Service Gateway

… konvertiert die unstrukturierten Daten des Facebook Social Graph in eine relationale Datenbankstruktur, um sie in verwertbare Informationen für Enterprise-Anwendungen zu verwandeln. Das allerdings nur, sofern der Nutzer für den Datenzugriff die entsprechende Erlaubnis erteilt.

Alert

Um an die Erlaubnis des Anwenders zu kommen, setzt MicroStrategy auf Facebook-Apps: Ein Beispiel ist Alert, eine kostenlose Mobile-App für iPhone, iPad und Android-Endgeräte, die für den Nutzer als Brand-Aggregator fungiert. Alle Facebook-Likes eines Nutzers und alle Informationen darüber finden sich in dieser App wieder.

Aus Nutzersicht besteht der Mehrwert darin, dass er gezielte Informationen der favorisierten Brands etwa über Sonderangebote oder Werbeaktionen erhält. Aus Anbietersicht ist das Vorgehen sinnvoll, weil die App permission-based personalisiertes Marketing ermöglicht und zielgruppengerechte Angebote und Kampagnen unterstützt.

Wisdom

Hierfür arbeitet im Hintergrund vor allem Wisdom, das tief gehende Einblicke in die Facebook-Daten ermöglicht: Welche Bücher werden gelesen, welche Filme gesehen, welche Partys besucht und wo wird der Urlaub verbracht – all dies sind Daten, die im CRM normalerweise nicht mitgeführt werden.

Das Analysetool Wisdom wertet die von Gateway ausgelesenen Facebook-Daten aus, reichert sie an und ergänzt sogar lückenhafte Datensätze, indem zum Beispiel das Geburtsdatum anhand des Uni-Abschlusses geschätzt wird. Damit lassen sich Kunden nach ihren Interessen und Vorlieben segmentieren und Anbieter können diese Kundensegmente mit personalisierten Inhalten, Sonderaktionen und Produktempfehlungen gezielt ansprechen.


Weitere Informationen finden Sie im Praxisleitfaden Social Commerce.

2 Kommentare

Dres 27. Mai 2012 - 10:17

Man muss schon ein leider davorsetzen aber es scheint sich um ein Zukunftsmodell zu handeln, wenn Users die Daten genommen und durchanalysiert werden, bis der User damit manipuliert werden kann. Nicht schön aber bei Facebook bleibt ja sonst nicht viel.

Antwort
Dirk 30. November 2013 - 10:27

Hört sich nach einem brauchbaren Tool an. Die meisten Social Media CRM Implementationen sind wenig brauchbar. Da kann man oft nur den Newsbereich durchleuchten. Was bringt das aber! Wenn die Nutzer schon Ihre vorlieben bekanntgeben kann man diese auch auswerten. Es geht ja nicht immer nur darum bestimmte User mit bestimmter Werbung zu beschallen. Es kann auch darum gehen eine bestimmte Zielgruppe besser verstehen zu können und beispielsweise Print- oder TV Werbung besser zu gestalten und in diesem Zusammenhang halte ich das auch für legitim.

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