Landing Pages dominieren das Web!

Landing Pages dominieren das Web!

von Jens Klemann 23. September 2013

Das Internet bietet ein ungeahntes Angebot an Informationen, Diensten und Anwendungen. Jeder Webseitenbetreiber muss sich Gedanken machen, wie er sich von anderen abgrenzt und einzigartig, aber dennoch authentisch auftritt. Denn jede Seite – sei es ein Unternehmensauftritt, ein Blog, eine Produktpräsentation oder eine interaktive Webanwendung – konkurriert gewissermaßen um die Aufmerksamkeit der Internetnutzer.

Wichtig ist also, dass man die Besucher, die kommen, auch halten kann. Dazu muss natürlich die Gestaltung der Seite ansprechend sein, sie muss einfach zu verstehen und einfach zu bedienen sein und darüber hinaus dem Besucher einen Mehrwert bieten (und sei es, dass er durch die angebotenen Informationen schlauer wird). Das Wichtigste ist allerdings, dass die Erwartungshaltung erfüllt wird. Eine Seite kann noch so schön und innovativ sein, wenn ein Besucher dort nicht das findet, was er sucht, ist er ganz schnell wieder weg.

In dem Zusammenhang fällt mir ein Fehler ein, den Marketer bei Ihren AdWords Kampagnen häufig machen: Als Zielseite für alle Anzeigen wird die Startseite eingestellt. Das kann je nach Aufbau der Startseite in Einzelfällen funktionieren, wird aber nie so gut performen, wie eine dedizierte Landing Page, die inhaltlich, visuell und vom Call-To-Action her auf die Anzeige zugeschnitten ist. So bedient man die Erwartungshaltung und erhöht die Wahrscheinlichkeit, mit der der Besucher in die Interaktion einsteigt. Nicht zuletzt reduziert eine inhaltlich gut vorbereitete Landing Page als Ziel für AdWords Anzeigen auch den Klickpreis und damit letztendlich auch die Cost per Lead.

Sicherlich kann auch eine Unterseite eines bestehenden Webauftritts als Landing Page (Ziel einer Kampagne) herhalten – wenn diese den Besucher entsprechend abholt…

Unabhängig davon kann man einen Trend beobachten, dass scheinbar für jede Anzeige/Banner, für jede Kampagne und für jedes Produkt eine eigene Aktionsseite geschaffen wird, die abgekoppelt von dem eigentlichen Auftritt agiert – also quasi ein eigener Webauftritt für sich ist. Eine Landing Page muss nicht zwangsläufig auf einer Bildschirmseite alles abbilden, sie darf auch eine eigene Navigation und Unterseiten besitzen. Allerdings sollte man sich bei all dem fragen, ob es unbedingt nötig ist, denn häufig ist weniger mehr. Die Leute sind heutzutage wesentlich schneller genervt und haben scheinbar keine Zeit und keine Lust, lange zu suchen.

Möglicherweise ist der Bedarf der Nutzer nach strukturierter Führung auch mit Grund, warum die One-Pager (tolles Beispiel für ein One-Pager) in letzter Zeit solch einen Interessenszuwachs erhalten. Es wird viel ausprobiert: Während das eine Unternehmen seine Onlinestrategie pro Social Network und contra eigene Webseite ausrichtet, sind andere mit 10 eigenständigen Landing Pages (beispielsweise für jede Produktkategorie eine) und einer eher untergeordneten Unternehmensseite aufgestellt. Klar, es geht ja darum das Angebot in die Köpfe der Leute zu kriegen und nicht wann das Unternehmen gegründet wurde.

Aber auch temporär, für Weihnachten, für Messen, für Gewinnspiele oder extra Promotion empfiehlt sich eine eigenständige Aktionsseite, spricht Landing Page.

Man kann diese Methodik ganz gut bei Filmstudios beobachten. Sie haben eine Hauptseite für ihr Unternehmen, aber für jeden Film eine eigenständige Landing Page. Und genau das sind dann auch die Seiten, die für die Zielgruppe am interessantesten sind.

Was haltet ihr von Landing Pages? Gut oder überflüssig? Welche Einsastzzwecke eigenen sich besonders gut? Teilt eure Ideen in den Kommentaren.

2 Kommentare

Vepos 27. September 2013 at 13:03

Ich halte Landingpages für eine sinnvolle und gute Methode, um klar abgegrenzte Dienstleistungen oder Produkte zu verkaufen. Bei erklärungsbedürftigen Services oder zum Beispiel bei komplexen Software-Lösungen kann das Konzept aber auch nach hinten losegehen. Dabei kann es jedoch auch sinnvoll sein, auf eine aussagekräftige Unterseite zu verweisen.

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