Die Erfolgsformel für virale Videos

Die Erfolgsformel für virale Videos…

von Jens Klemann 30. Oktober 2013

…gibt es leider nicht. Virale Videos sind der Traum eines jeden Reklamemachers. Die Zielgruppe konsumiert die Werbebotschaften nicht nur, sondern übernimmt auch noch freiwillig und kostenlos deren Verbreitung – Super. Theoretisch jedenfalls. In der Praxis ist das nicht immer ganz so einfach. Dabei braucht es kein großes Budget, um einen viralen Hit zu landen, eine zündende Idee und etwas Glück sind die Erfolgsbringer.

Klassische Werbung findet im Internet wenig Beachtung, bei viralen Videos aber schauen die Leute hin. Noch besser: Sie erzählen ihren Freunden davon. Die Werbebranche versucht schon seit Jahren bei der YouTube Generation anzukommen – Es klappt in den seltensten Fällen („5-10 von 1000 viral angedachten Videos werden letztendlich tatsächlich viral. Meistens die, die ungeplant entsanden sind und sich ungeplant verbreiten.“ Markus Hündgen – Initiator des deutschen Webvideopreises).

Viele Unternehmen investieren, um dem „Virus“ auf die Sprünge zu helfen, in dem Sie spezielle Agenturen beauftragen, das Video dort zu streuen, wo viele Leute es sehen. Für eine prominente Platzierung auf YouTube, den sozialen Netzwerken oder Blogs zahlen die Werber viel Geld. Teilweise deutlich mehr, als für die Produktion des Videos.

Ein echtes virales Video braucht aber einen ansteckenden Inhalt, den die Nutzer von sich aus teilen. Aber wie sieht der aus? Rezepte gibt es viele, garantierte Erfolge nicht!

Eine Formel für den Erfolg eines viralen Videos, besitzt auch das amerikanische Unternehmen Unruly nicht. Aber es behauptet immerhin, den Erfolg einer Videokampagne vor dem Start vorhersagen zu können. Dazu hat es einen Algorithmus namens Share-Rank entwickelt. Mit seinen Prognosen liegt Unruly – laut eigen Angaben – zu 80% richtig. Dazu werden vorher Tests durchgeführt. Die Marktforscher wollen wissen, wie die Zuschauer auf das Kunden-Video reagieren. Dabei arbeitet Unruly mit Instrumenten, die die Hirnaktivität messen und mit einer Software, die Emotionen aus den Geschichtsbewegungen ablesen kann. Denn mit der Intensität der Gefühle die ein Video auslöst, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Zuschauer es teilt. So viel Aufwand für ein bisschen Werbung? Scheinbar muss es sich lohnen, denn die Kunden von Unruly sind meist große Konzerne, mit teilweise gigantischen Budgets.

Aber es kann auch mit einem anderen Ansatz klappen. Wenn man will, dass die Botschaft von der Zielgruppe angenommen und verteilt wird, muss man mit ihnen so kommunizieren, wie man selber angesprochen werden will. Das ist in der Werbung nicht immer der Fall. Man muss etwas schaffen, was man selbst gut findet und teilen möchte und nicht etwas, was die Leute manipuliert.

In den sozialen Netzwerken teilen Menschen heute 10 mal mehr kommerzielle Inhalte, als noch vor 6 Jahren und dennoch stellen Musik- und Katzenvideos auf YouTube jede Werbekampagen in den Schatten. Aber dennoch gelingt es immer wieder auch kleinen Unternehmen, Werbebotschaften viral zu machen und damit Tausende zu erreichen. Letztendlich ist dann doch die Idee und der Inhalt entscheidend und nicht 6-stellige Budgets. Think about it!

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