Smarter Service Gallery Projekt Ara

Project Ara: Ein modulares Smartphone

von Manja Baudis 5. August 2015

Die Smarter Service Gallery

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Project Ara

Project Ara ist ein Projekt von Google, in dem ein modulares Smartphone entwickelt wird. Ähnlich wie beim System Phonebloks handelt es sich um ein Gerät, bei dem jeder die einzelnen Bestandteile des Mobiltelefons selbst hinzufügen oder entfernen kann.

Es wurde unabhängig voneinander vom Niederländer Dave Hakkens unter dem Titel Phonebloks und von Motorola Mobility entwickelt. Später wurde es zusammengeführt und ist nun ein Projekt unter dem Dach von Google.

Das Project Ara-Smartphone ist aufgebaut aus einer Art Basisrahmen, dem Endoskelett. Von diesem gibt es drei verschiedene Größen: ein Mini-Modell, ein mittelgroßes (zwischen einem iPhone und Samsung Galaxy S5) und ein weiteres im Phablet-Format. In diese Endos lassen sich die Module hineinschieben, die dort mithilfe eines Elektromagneten gehalten werden.

Wie die Endoskelette werden auch die Module in drei unterschiedlichen Größen angeboten – je nach Einsatzzweck. Die Modul-Größen leiten sich von einem Raster ab, das über die Rückseite der Geräte gelegt ist. Die Module sollen geräteübergreifend kompatibel sein.

Mit dem so genannten Identitäts-Modul kann der Nutzer sein eigenes Profil und Daten von einem Gerät zum nächsten mitnehmen. Jedes Endo hat außerdem ein Display-Modul und ein Sekundärmodul mit Lautsprecher, Frontkamera, Helligkeits- und Näherungssensoren.

Es gibt Module für „normale“ Bestandteile eines Smartphones wie Akku, Kamera und Lautsprecher. Darüber hinaus gibt es viele weitere Anwendungen, z. B einen Blutdruckmesser, Wärmebild- oder Nachtsichtkameras oder ein vergrößertes Kameraobjektiv mit Zoom.

Ein weiteres Detail: Die Modul-Gehäuse werden sich in Sachen Design individualisieren lassen, da Google gerade mit einem Partner 3D-Drucker entwickelt, mit denen sogenannte Shells (Modul-Hüllen) hergestellt und vom Nutzer einfach ausgewechselt werden können.

Das Besondere bei Project Ara ist, dass jeder ohne Lizenzkosten Module entwickeln kann, die mit Ara kompatibel sind. Außerdem soll es einen eigenen Shop für Module geben – ähnlich wie bei Apps im Play Store kann der Nutzer dort Module kaufen, die von Google auf Qualität und Kompatibilität hin getestet wurden.

Erklärtes Ziel von Project Ara ist es, dass Smartphones auf längere Sicht für den Einzelnen billiger werden und der durch Smartphones verursachte Elektroschrott verringert wird, da ein Gerät nicht mehr alle zwei Jahre vollständig ersetzt werden muss, sondern Komponenten bei Defekten einzeln ausgetauscht werden können. Außerdem lässt sich damit ein nach eigenen Wünschen designtes Smartphone kreieren und der Kunde muss nicht für – aus seiner Sicht – unnötige Features bezahlen.

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