Menschzentrierte Service Innovation: Die Lust auf Veränderung

Design Thinking ist nicht für jedes Problem geeignet

von Bernhard Steimel 15. Januar 2018

Ein Auszug aus dem neuen Praxisleitfaden „Internet der Dinge“, der kostenlos zum Download zur Verfügung steht.


Grundsätzlich gilt bei Design Thinking die Anforderung, dass sich das Team tatsächlich an einem Ort befindet. Allerdings ist das in vielen Unternehmen und Projekten nicht ohne weiteres zu verwirklichen, weil etwa globale Teams gebildet werden müssen. In diesem Fall sind Videokonferenzen ein gutes Hilfsmittel für die Zusammenarbeit.

Sehr praktisch für weltweit verteilte Teams ist eine Always-On-Konferenz. Dabei gibt es einen einzelnen Teamraum, der für die örtlich anwesenden Mitarbeiter ausreichend groß dimensioniert sein muss. Er ist gleichzeitig auch ein Videokonferenzraum, bei dem die Kameras den ganzen Tag laufen, sodass die Mitarbeiter unkompliziert miteinander sprechen können.

Kreativmethoden wie Design Thinking sind als strukturierte Vorgehensweise ein flexibles Werkzeug, das Unternehmen in drei Bereichen einsetzen können:

  1. Produkte, Services und Geschäftsmodelle entwickeln:

    Bei der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen, Produktideen und smarten Services steht der Endkunde im Fokus und zwar sowohl im B2C- als auch im B2B-Sektor.

  2. Innovationskultur fördern, Mitarbeiter coachen:

    Bei der Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Performance können strukturierte Methoden helfen, das Unternehmen innovativer zu machen und das Mindset der Mitarbeiter zu verändern. Ziel ist dabei die Fähigkeit, im Rahmen eines Design-Thinking-Prozesses innovativ zu arbeiten. Zu dem neuen Mindset gehört auch, die Angst vor Fehlern zu verlieren – sie sind notwendig, um einen Lernprozess anzustoßen.

  3. Strategische Weiterentwicklung und Digitalisierung:

    Denkweisen und Kultur gilt es im ganzen Unternehmen zu verändern. Ein methodisches Vorgehen hilft dabei, alle Fachbereiche des Unternehmens darauf vorzubereiten. Interne Prozesse werden verändert und neu entwickelt, um auf die Herausforderungen der digitalen Transformation zu reagieren.

Allerdings sind kreative Methoden nicht für jedes Problem geeignet, sagt Pauline Tonhauser, Design Thinking Coach und Buchautorin. Sie sind beispielsweise nicht ratsam bei Problemen, bei denen die Aufgabe und der Lösungsweg bereits bekannt sind. In diesem Fall kann die Ideenfindung nichts zur Problemlösung beitragen.

2 Kommentare

Sascha 18. Januar 2018 at 10:23

Jetzt mal ehrlich. Ihr moderiert die Kommentare ja. Da nutze ich das mal als Leserbrief.

Steht da im letzten Absatz wirklich, dass man keine Ideen braucht, wenn man schon eine hat?

Antworten
Manja Baudis 18. Januar 2018 at 10:34

Ganz ehrlich: ja, wir moderieren die Kommentare. Und nein, im letzten Absatz steht nicht, dass man keine Ideen braucht, wenn man schon eine hat. Vielleicht wird das im Video klarer.

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