Mehr digitale Wertschöpfung erzielen

Mehr digitale Wertschöpfung erzielen

von Bernhard Steimel 5. Mai 2020

Best Practices in den wichtigsten Handlungsfeldern

Digitale Wertschöpfung setzt beim Verbraucher an, seine Erwartungen und Akzeptanz sind das A und O bei der Gestaltung neuer Produkte und Services.

Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden

Wertschöpfung: Albert Heijn

Albert Heijn, eine Supermarktkette in den Nieder- landen, arbeitet mit Dynamic Pricing, um die Menge der abgelaufenen Produkte zu senken. Das Verfahren wurde erfolgreich in der Geflügel- und Fischabteilung getestet. Die Empfindlichkeit der dort verkauften Waren ist ein idealer Anwendungsfall. Wertschöpfung

Das System berücksichtigt Mindesthaltbarkeitsdatum, Wetter, Lagermengen und Verkaufsverläufe, um jeweils den optimalen Preisnachlass im digitalen Preisschild anzuzeigen. Ziel ist es, am Ende des Tages keine unverkäuflichen Waren mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum im Ladengeschäft oder den Regalen zu haben.

Den Kunden bietet die Technologie die Sicherheit, jederzeit frische Waren zu erhalten, und kurz vor Ladenschluss können sie Geld sparen. Wertschöpfung

Das Handelsunternehmen profitiert von der digital gestützten Vermeidung von Lebensmittelverschwendung in zweierlei Hinsicht: betriebswirtschaftlich, weil es weniger Waren aus den Regalen nehmen und entsorgen muss, und strategisch, weil es sein Image als nachhaltiges Ladengeschäft stärkt.

Abfüllstationen für Waschmittel

Wertschöpfung: Planet Pure

Ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit ist die Reduktion von Verpackungsmüll. Hier hat der Handel direkten Einfluss – über seine Eigenmarken und Kooperationen mit Herstellern und Lieferanten. Wertschöpfung

Die Drogeriemarktkette dm testet in einigen Filialen Abfüllstationen für Bio-Waschmittel und Bio-Geschirrspülmittel der Marke Planet Pure. Die Station wird regelmäßig frisch betankt. Die Kunden kaufen einmalig einen Behälter, der fast unbegrenzt wiederverwendet werden kann. Sie sparen dadurch die Kosten für die Verpackung und 60 Prozent an Plastikmüll.

Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der unverpackte Verkauf sinnvoll: Die Einkaufspreise sind niedriger, die Marktfläche kann größere Warenmengen enthalten und die Entsorgung von Transportverpackungen entfällt.

Jederzeit volle Regale für die Kunden

Wertschöpfung: dm

Kunden erwarten von einem Ladengeschäft jederzeit volle Regale, auch wenn ein Produkt stark nachgefragt wird. Der Handel muss daher das punktgenaue Anliefern der Waren und ausreichend Personal zur Bestückung der Regale sicherstellen. dm nutzt dafür eine moderne Prognosesoftware.

Acht Vertriebszentren versorgen europaweit 3.350 Filialen jederzeit mit den richtigen Waren – ein digitaler Vorteil für die Kunden.

Die Prognosen sorgen dafür, dass die gut 12.500 Produkte für die Kunden jederzeit verfügbar sind und dass der Personaleinsatz so gesteuert wird, dass die Anlieferung rasch in die Regale eingeräumt werden kann.

Dafür berücksichtigt die Anwendung zusätzlich zu den Tagesumsätzen der letzten zehn Jahre weitere Parameter wie Feiertage, Ferienzeiten, Wetterdaten sowie Werbeaktionen. Die Abweichung der Vorher- sagen über die gesamten 52 Wochen eines Jahres beträgt im Durchschnitt nur zwei Prozent.

Vernetzte Filiale – Erfolgsstrategie im Handel

Volle Leergutautomaten, aufgetaute Tiefkühlprodukte, Warteschlangen an den Kassen oder übequellende Wertstoffboxen sorgen beim Kunden für Unmut und bei den Filialmitarbeitern für Stress.

Um auf die wachsenden Ansprüche der Konsumenten einzugehen und dem starken Wettbewerbsdruck durch Onlineshops zu begegnen, müssen Händler mit digitalen Lösungen ihre Filialen technisch aufrüsten. Filialen sollen das Beste aus zwei Welten bieten: real erlebbare Produkte und hochwertige Beratung sowie eine digitale Erlebniswelt.

Die Lösung: die vernetzte Filiale, in der Sensoren an den Geräten kritische Zustände wie Füll- und Leerstände, Temperatur, Öffnen-Schließen-Zustand, Funktionstüchtigkeit und digitale Zugänge melden.

In der Cloud of Things, der IoT-Plattform der Telekom, werden alle Informationen verwaltet und Schwellwerte ebenso wie Auswertungen und Alarme definiert. So lassen sich kritische Situationen erkennen, lange bevor diese den Filialbetrieb und damit die Zufriedenheit der Kunden negativ beeinflussen.


Dies ist ein Auszug aus unserem neuen Trendbook Smarter Retail. Das Trenbook Smarter Retail steht zum Download bereit.

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