Corona-Krise stärkt Kundenservice aus dem Homeoffice

Stay@Home Tech: Smart Distancing mit Digitalisierung

von Bernhard Steimel 16. Juni 2020

Die Corona-Krise führt zu einer „Zwangsdigitalisierung“ im Eiltempo und verändert die Arbeitswelt fundamental – auch auf lange Sicht.

In den Unternehmen sind durch die Corona-Krise auf breiter Front Ängste vor Homeoffice abgebaut worden. Millionen Menschen erfahren gerade, dass es weitergeht, auch wenn von zu Hause aus gearbeitet wird.

Mit New Work die neue Realität meistern

Eine Kurzbefragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) liefert wichtige Erkenntnisse: Die Nutzung von Homeoffice ist in der Krise deutlich gestiegen. So arbeiten 43 Prozent der Befragten wenigstens ab und zu im Homeoffice, vorher galt das nur für 35 Prozent. Auch die Nutzungsintensität ist gestiegen und die Zufriedenheit ist hoch. Nur jeder fünfte Mitarbeiter ist unzufrieden mit der Situation.


Software-Roboter beschleunigen Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld verhindert Massenentlassungen. Doch kleinere Unternehmen haben Schwierigkeiten mit der aufwändigen Beantragung. Das von der digitalen Anwaltskanzlei twLegalTech entwickelte Online-Tool übernimmt mit Software-Robotern (RPA) die Berechnung und Beantragung von Kurzarbeitergeld für bis zu 70 Mitarbeiter und ermöglicht Unternehmen dadurch erhebliche Zeiteinsparungen.


Eine weitere Neuerung in der Arbeitswelt ist die kontaktlose Personal-Einstellung mit Online-Einreichung von Lebensläufen, Videointerviews und digitalen Verträgen. Schulen und Universitäten stellten sich in Rekordzeit auf Unterricht und Nachhilfe per Video-Konferenz ein. China ist wie so häufig Vorreiter. Im Rahmen der Corona-Krise haben die chinesischen Behörden ein riesiges „Nationales Online-Cloud-Klassenzimmer“ eingeführt – für 50 Millionen Lernende.

Lieferdienste erfreuen sich starker Nachfrage
Lieferdienste erfreuen sich starker Nachfrage

Kontaktloser Handel und Lieferdienste für mehr Sicherheit

Der verständliche Wunsch vieler Menschen, größere Menschenansammlungen zu meiden, führt im Handel zu einem Boom für Omnichannel-Technologien, unter anderem Online-Bestellung, Dezentralisierung der Lieferkette und neue Prognose-Technologien.


Restaurants, Supermärkte und Schnellrestaurant-Ketten gehen dazu über, Mahlzeiten und Lebensmittel ohne direkten Kontakt zu den Kunden auszuliefern. Auch ein Lieferservice wie InstaCard erprobt jetzt diese Vorgehensweise und bietet sie in seiner neuen App an. Der ausliefernde Fahrer legt die Bestellung vor der Tür ab, bezahlt wird über die App.

Ein rascher Wechsel zu Online-Angeboten reduziert die wirtschaftlichen Einbußen, die Unternehmen wegen Shutdown und Ausgangssperre erleiden. So hat Chinas größter Supermarktbetreiber seine Online-Umsätze vervierfacht, sodass trotz geschlossener Märkte der Gesamtumsatz stabil blieb. Der Vorteil dieses Unternehmens: Es war auf E-Commerce vorbereitet.

Die Autoindustrie schwenkt um auf den Online-Verkauf, da Geschäftsschließungen oder Kontaktregeln den normalen Verkauf erschweren. Neue Marken wie Tesla oder Byton setzen ganz auf online, während deutsche Hersteller mit Rücksicht auf ihre Handelspartner zurückhaltender sind. Doch immer- hin gibt es bei vielen eine intensive Beratung in Chats und Videokonferenzen. Das Verkaufsportal AutoScout24 bietet eine Verknüpfung zu Videobesichtigungen der Händler oder Hersteller an, die mit Klick auf einen Button aufgerufen werden.


Das ist ein Auszug aus unserer neue Studie: Trendbook Smarter Enterprise – X-Mal schneller aus der Krise. Die Studie steht ab sofort zum Download bereit.

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