Was resiliente Unternehmen stark macht

von Bernhard Steimel
27. April 2021
Karim Manjra, Unsplash

Wirtschaftliche Resilienz ist die Fähigkeit eines Unternehmens, durch zyklische und strukturelle Veränderungen von Angebot und Nachfrage dauerhaft Gewinn zu erwirtschaften. Während der Corona-Pandemie zeigte sich, dass es mehr oder weniger resiliente Unternehmen gibt: Nicht jede Firma erlitt dauerhafte wirtschaftliche Schäden.

Diese Resilienz basiert auf einer Reihe von Merkmalen: Resiliente Unternehmen sind digitaler, schneller, treffen härtere Entscheidungen, investieren mehr und sind empathischer gegenüber Kunden und Mitarbeitern.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem „Trendbook Business Resilience“. Hier geht‘s zum Download.

Erfolgreich in der Krise

McKinsey bewertete 10 Jahre nach der Finanzkrise 1.500 Unternehmen nach dem „Z-Score“, der die Wahrscheinlichkeit eines Firmenkonkurses misst. Je höher der Score, desto stärker ist die finanzielle Lage des Unternehmens und je höher die Resilienz. Die Untersuchung ergab, dass die besten 20 Prozent der Unternehmen ihren Gewinn um fünf Prozent gesteigert hatten; die anderen hatten 19 Prozent verloren. Dadurch ist der Abstand zwischen den Besten und den Nachzüglern von Jahr zu Jahr gewachsen.

Resiliente Unternehmen bleiben langfristig erfolgreich

Bereits bei der Bewältigung der Finanzkrise von 2008 zeigte sich, dass die erfolgreichen Unternehmen neue Märkte erschließen und stark investieren. Sie nutzen die niedrigen Preise, um Immobilien, Anlagen und Ausrüstung zu kaufen. Das half ihnen sowohl während der Rezession als auch danach: Sie konnten schneller als ihre Konkurrenten auf den erneuten Anstieg der Nachfrage reagieren.

Wie in früheren wirtschaftlichen Krisen gehen die Starken gestärkt daraus hervor. Sie besitzen die Fähigkeit, Schocks nicht nur zu absorbieren, sondern sie zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen zu nutzen.

Dabei haben sie keinen Masterplan, sondern bleiben agil: Sie ermutigen Mitarbeiter und Management herauszufinden, was funktioniert und kombinieren diese Erkenntnisse zu einem Bündel an Initiativen, die Kostensenkung, Erhöhung der Prozesseffizienz und Investition in Innovation umfasst. Diese Agilität ist ein großer Vorteil für Unternehmen in einer Rezession.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, können Sie das Trendbook Business Resilience als kostenloses E-Book herunterladen.

Die fünf Merkmale der Resilienz

Um krisensicher zu werden, müssen Unternehmen härter, schneller, stärker, smarter und empathischer werden. Diese fünf Merkmale entscheiden über die Fähigkeit der Unternehmen, auch in und nach einer Krise erfolgreich zu sein.

Harder: Resiliente Unternehmen treffen frühzeitig harte Entscheidungen und schneiden alte Zöpfe ab.

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Die Nahrungsmittelmesse Internorga gründete wegen Corona mit der International Digital Food Services Expo eine digitale, virtuelle Messe. Sie will die gesamte Branche auf digitalem Wege neu vernetzen und digitale Wege der Kundenakquise schaffen. Die Neugründung ist langfristig angelegt und soll weiterlaufen, auch wenn Präsenzmessen wieder möglich sind.

Faster: Resiliente Unternehmen bewegen sich schneller und gelangen so rasch wieder auf den Wachstumspfad.

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Das traditionsreiche Familienunternehmen Zwilling hat mitten in der Coronakrise 16 Prozent Umsatzwachstum verzeichnet, sodass nun 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus den Online-Kanälen stammen. Früher als andere Unternehmen setzte Zwilling auf soziale Medien und arbeitet mit 400 Influencern zusammen. Konkret geht es um Themen wie Koch-Events, hochwertige Küchengeräte, gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit.

Stronger: Resiliente Unternehmen schränken ihre Investitionen nicht ein und re-investieren.

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Unternehmen wie die Fahrzeugwerke Lueg haben frühzeitig in neue Geschäftsmodelle investiert und bieten Lösungen für das Flottenmanagement in der Paketzustellung an: Versicherungen mit Schadens-Flatrate, Digitalisierung von Fahrzeugzuständen oder Ladeinfrastruktur von Partner Innogy. Das Unternehmen bietet sämtliche Dienstleistungen für einen reibungslosen Ablauf der Paketzustellung.

Smarter: Resiliente Unternehmen sind digitale Vorreiter, die frühzeitig auf digitale Technologien setzen.

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Jeder dritte digitale Vorreiter im deutschen Mittelstand setzt auf Innovation mit externen Digitalisierungseinheiten. Die meisten dieser „Innovation Hubs“ sollen neue digitale Kundenerlebnisse schaffen, das Geschäftsmodell digital transformieren und Disruptionen von außen abwehren. Ein Beispiel dafür ist der Company Builder Wattx von Viessmann in Berlin.

Empathischer: Resiliente Unternehmen verwirklichen einen Stakeholder-orientierten Blick auf Wirtschaft.

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Der Hamburger Energieversorger LichtBlick hat für den dezentralen, digitalen Energiemarkt der Zukunft die IT-Plattform Schwarm-Dirigent entwickelt. Sie vernetzt und optimiert bereits heute über 1.000 dezentrale Anlagen – Blockheizkraftwerke, Batterien, Elektroautos und Solaranlagen. LichtBlick zeigt zudem in zwei Mehrfamilienhäusern, dass sich die Bewohner zu 100 Prozent mit dezentraler Energie versorgen können, die vor Ort erzeugt wurde.

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