In der Druckkammer eines sogenannten „Sustainathons“ – einer Kreuzung aus Hackathon und Klimawende – treffen bei GEA Mitarbeiter aus Südafrika, Indien, Rumänien, Deutschland und England aufeinander. Ihre Aufgabe: Lösungen finden, wie sich Energieverbrauch, Ressourcenverschwendung und CO₂-Fußabdruck in der Praxis verringern lassen – nicht in der Theorie. Die FAZ berichtete ausführlich:
„Viele Kunden begreifen Service als Kostenfaktor“, sagt Ulrik Rosenberg, zuständig für Innovationen bei GEA. „Wir verlangen unseren Teams im Sustainathon ab, dass sie Energie sparen. Aber ohne Zahlen kann man nicht überzeugen.“
Und GEA liefert diese Zahlen. Nachhaltigkeit ist für das Unternehmen längst kein Feigenblatt mehr, sondern ein Business Case. Oder, wie es Kai Becker in der FAZ formulierte:
„Nachhaltigkeit ist zu einem wesentlichen Faktor der Entwicklung des Unternehmens geworden.“ In einer Brauerei etwa mache die Kühlung drei Viertel der Kosten aus. Wenn es gelinge, zehn Prozent einzusparen, sei das ein erheblicher Beitrag: „Die Maschinen ziehen übers Jahr immens Energie. Es geht nicht um Milliwatt.“
Die neue Logik: Kreislaufwirtschaft plus Big Data
GEA verknüpft Nachhaltigkeit mit Digitalisierung. Energieeinsparung wird zur KPI, Service zur Plattform, Rückbau zur Ressource. Ein digitaler Produktpass, so simpel er klingt, macht die Lieferkette transparent – vom Zinkblock bis zur Recycling-Schnittstelle.
Im Green-Monday-Panel mit Tom Ölsner (GEA) wurde genau dieser Weg skizziert. Wie entsteht Nachhaltigkeit als harter Wettbewerbsfaktor? Wie lässt sich die Komplexität einer Maschine digital entwirren? Wie wird aus der Wartung ein Geschäftsmodell?
„Wir liefern in Zukunft wesentlich größere Teile des Mehrwerts über den gesamten Lebenszyklus der Maschine.“
– Tom Ölsner, Green Monday Panel, März 2025
Die Brücke zur Plattformökonomie ist gelegt. Aus Anlagenbau wird Serviceökonomie. Aus Produkt wird Prozess. Aus Besitz wird Nutzung.
Green Monday: Bühne für die Twin Transformation
Was GEA umsetzt, ist kein Einzelfall, sondern Blaupause. Es ist die Idee der „Twin Transformation“ – Digitalisierung und Nachhaltigkeit als komplementäre Kräfte, als Yin und Yang der Industrie. Beim kommenden Green Monday am 15. September in Bochum treten genau diese Zwillinge auf:
- Zirkuläre Geschäftsmodelle, die Produkte im Kreislauf halten
- Digitale Produktionsnetzwerke, die Transparenz und Effizienz neu definieren
- Kooperative Ökosysteme, die Resilienz schaffen
- AI for Circularity, präsentiert in Startup-Pitches
Im Kern geht es um eine einfache Frage: Was ist ein Produkt heute wert – wenn es morgen Müll ist?
Anmeldung offen – Eintritt frei
Die Einladung steht: Green Monday am 15. September, 17:30 Uhr, im GLS Werkraum Bochum. Ein Abend über neue Wertlogiken, digitale Pässe, wirtschaftliche Resilienz – und darüber, warum ein QR-Code auf einem Zinkblock mehr verändern kann als das Recycling des letzten Joghurtdeckels.
Zur Anmeldung geht’s hier → (Christstraße 9, 44789 Bochum)
Teilnahme kostenfrei, Wirkung garantiert.
