Köln-Müngersdorf. – In den Räumen von Convidera präsentiert Bernhard Steimel vom Smarter Service Institut die Ergebnisse der neuen Zukunftsmacher-Studie – und machte deutlich: Künstliche Intelligenz ist im Mittelstand angekommen. Nicht mehr als Experiment, sondern als Teil der operativen Realität. Vor Studienteilnehmenden zieht Steimel eine Bilanz aus 55 Tiefeninterviews mit Digital- und KI-Verantwortlichen aus Hidden Champions, Familienunternehmen und Weltmarktführern.
„Wir erleben gerade den Übergang vom Test zur Skalierung“, so Steimel. KI-Anwendungen seien längst kein Laborprojekt mehr, sondern fänden zunehmend Eingang in den laufenden Betrieb. Besonders deutlich werde das an Beispielen aus der Industrie: KUKA entwickelt neue Services jenseits der Hardware, Miele sichert Premiumqualität digital ab, und Reifenhäuser macht Maschinen über Chatbots zu lernenden Partnern. Diese Praxisbeispiele zeigen, wie aus punktuellen Projekten systematische Wertschöpfung wird.
Ein zentraler Befund der Studie: KI steigert messbar Effizienz, Qualität und Innovationskraft.
- 64 % der befragten Unternehmen berichten von deutlichen Effizienzgewinnen, in Einzelfällen bis zu 80 %,
- 91 % bestätigen, dass KI Wissen unmittelbar verfügbar macht,
- und 83 % erleben eine Entlastung bei Routinetätigkeiten.
Mit einem durchschnittlichen Produktivitätszuwachs von 22 % und einem erwarteten Wertbeitrag von 31 % bis 2028 wird KI zur echten Investitionsgröße.
Steimel fasst die Erfolgsfaktoren der „Zukunftsmacher“ in einer klaren Formel zusammen: People first, Data Excellence, Platform Strategy, Agile Scaling und Value Focus. Erst das Zusammenspiel aus Akzeptanz, Datenqualität, Plattformlogik, Lernkultur und Wertorientierung mache aus KI mehr als ein Add-on – es werde zum Motor der Wertschöpfung. Entscheidend sei, dass Mitarbeitende den Nutzen direkt erleben: „Ein Mitarbeiter mit KI ist ein besserer Mitarbeiter als ohne KI.“
Die Studie definiert das Zielbild als „AI-infused Company“ – ein Unternehmen, in dem KI tief in Produkte, Prozesse und Entscheidungen integriert ist, ohne den Menschen aus dem Zentrum zu verdrängen. Dieses Konzept, so Steimel, markiere den entscheidenden Entwicklungsschritt nach der Digitalisierung.
Die Ergebnisse stützen auch gesamtwirtschaftliche Prognosen: Laut PwC könnte KI bis 2030 bis zu 450 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung für den deutschen Mittelstand schaffen – etwa 10 bis 12 % des Bruttoinlandsprodukts.
Mit der Kölner Präsentation wird : Die Pioniere im Mittelstand haben den Wandel längst eingeleitet. KI ist kein Hype, sondern ein Hebel – und die Zukunftsmacher zeigen, wie er wirkt.
