„PowerPoint ist tot!“

von Gunnar Sohn
27. Januar 2026

So hat es Gerhard Schröder auf LinkedIn zugespitzt – erzählt von einem Start-up-Gründer in Velbert, bei einer Tasse Tee, mit dem beruhigenden Gefühl, gerade eine endgültige Wahrheit ausgesprochen zu haben. Gerhard nickte. Nicht, weil er zustimmte. Sondern weil beide über unterschiedliche Probleme sprachen.

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🧡 1 Was Entscheider wirklich ablehnen
Ja: Viele Entscheider haben Präsentationen satt. PowerPoint steht dann als Chiffre für Stillstand, Bürokratie, Zeitverschwendung. Die Beobachtung stimmt – die Schlussfolgerung nicht.
Abgelehnt wird nicht das Medium. Abgelehnt wird ein Präsentationsmodus, der Entscheidungen ersetzt, statt sie zu ermöglichen.
Mit anderen Worten: Niemand möchte totpräsentiert werden, wenn eigentlich eine Entscheidung ansteht.
(Und wer dazu gern Studien zitiert: Gerhard verweist auf HBR und McKinsey – dort geht es weniger um „Slides“, sondern um Beteiligung, Erwartungsbruch, Co-Creation.)

🧡 2 Das eigentliche Problem ist nicht das Format
In der Praxis sieht Gerhard zwei Extreme:

  • lineare Folienschlachten ohne Entscheidungspfad
  • oder „Anti-Deck“-Meetings ohne Struktur, Anschluss, Verbindlichkeit
    Beides endet erstaunlich ähnlich: gute Gespräche, nette Energie – aber keine Entscheidung. Was fehlt, ist keine neue Oberfläche, sondern eine Entscheidungsarchitektur, die Orientierung gibt, ohne zu bevormunden. Präsentation als Navigationsraum fürs Gespräch – nicht als Vortrag.

Und wer jetzt an die Untiefen der Kongresslandschaft denkt: Ja, wir kennen sie alle – die fünf PowerPoint-Typen, die man erlebt (oder schlafend verpasst) hat:
der Überflieger (129 Folien, zehn pro Minute, „64 von 129“ als psychologische Kriegsführung), der Vorleser (Kleinschrift + Datenwüste, Phantomschmerz inklusive), der Im-Bild-Steher (mit Potenzial zum Ausdruckstanz), der Schüchterne (spricht zur Wand, nicht zum Publikum) und der Kommandeur („Zurück! Nächste Folie!“ – Inhalt optional).
Symptomatisch – aber eben nicht die Wurzel.

🧡 3 Die unbequeme Wahrheit
„PowerPoint ist tot“ funktioniert so gut, weil es ein bequemes Feindbild liefert. Es entlastet von der eigentlichen Frage: Wie machen wir Entscheidungen möglich – im Gespräch und danach?
Gehards Earl-Grey-Schlusspunkt trifft: Wenn Entscheider keine Präsentationen mehr wollen – warum ersetzen wir sie so oft durch Gespräche, die noch weniger Entscheidungsfähigkeit hinterlassen?

Und genau hier setzen wir an – mit einem zusätzlichen, oft unterschätzten Faktor: dem Raum.
Denn selbst die beste Entscheidungsarchitektur scheitert, wenn Akustik, Licht und Technik gegen das Gesagte arbeiten. Gegenlicht ist Physik. Nachhall ist Produktivitätsverlust. Und Bedienlogik ist verlorene Zeit.

🎥 Smarter Service Talk mit Samir Ayoub (CEO, designfunktion)
📅 Mi., 28. Januar 2026 | 12:00 Uhr
Thema: „Wenn der Raum mitentscheidet“ – warum Präsentationstechnik, Licht & Akustik zur Produktivitätsfrage werden.

➡️ Und als nächster Schritt: KOMI Zukunftswerkstatt
📅 Do., 5. Februar 2026 | Stuttgart (u. a. mit Benjamin Springub, KOMI Group)

Termine im Überblick

  • 28.01.2026 | 12:00 Smarter Service Talk
  • 05.02.2026 | Stuttgart KOMI Zukunftswerkstatt
  • 25.–26.03.2026 | Hamburg Messe & Congress Zukunft Personal Nord
  • 21.–22.04.2026 | Messe Stuttgart Zukunft Personal Süd

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