Online-Pressegespräch via Zoom am 7. Oktober, 14:05 Uhr: Wie handlungsfähig ist Deutschland im Ernstfall? Vorstellung der AFCEA-Studie „Gesamtstaatliches Sicherheitsökosystem 2030“

von Gunnar Sohn
22. September 2026

Der gescheiterte Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle, Sabotage an der Strominfrastruktur und die Warnungen vor weiteren hybriden Angriffen stellen eine Frage mit neuer Dringlichkeit:

Wie schnell kann Deutschland handeln, sobald ein Angriff mehrere Zuständigkeiten, Infrastrukturen und staatliche Ebenen gleichzeitig trifft?

Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 14:05 Uhr stellen wir die Studie „Gesamtstaatliches Sicherheitsökosystem 2030“ in einem Online-Pressegespräch via Zoom vor.

Die Untersuchung kommt zu einem kritischen Befund: Deutschland verfügt über Einsatzkräfte, technische Fähigkeiten, leistungsfähige Unternehmen und eine breite ehrenamtliche Basis. Unter Zeitdruck reißen jedoch die Verbindungen zwischen Lageerkennung, Bewertung, Entscheidung und gemeinsamem Handeln.

Der in der Studie erhobene Handlungsfähigkeits-Index erreicht 36 von 100 Punkten. 61 Prozent der Befragten halten Deutschland in komplexen Lagen für eingeschränkt handlungsfähig, weitere 15 Prozent für nicht handlungsfähig. Im internationalen Systemreifegrad-Vergleich erreicht Deutschland 14 von 30 Punkten.

Die Studie basiert auf 55 Tiefeninterviews mit 61 Gesprächspartnern, einer Befragung von 72 Technologieanbietern und Anwendern, dokumentierten Krisenverläufen und einem internationalen Vergleich. Aus 529 Vorschlägen wurden 30 konkrete Maßnahmen mit Verantwortlichen, Fristen und überprüfbaren Zielen entwickelt.

Gesprächspartner

Generalmajor Armin Fleischmann
Vorsitzender AFCEA Bonn e.V.
Kernbefunde und sicherheitspolitische Einordnung

Bernhard Steimel
Studienleiter und Geschäftsführer mind digital
Datengrundlage, Zielbild und Handlungsempfehlungen

Jochen Reinhardt
Sprecher AFCEA Bonn e.V.
Moderation und Pressekontakt

Das Smarter Service Magazin organisiert das Online-Pressegespräch technisch über Zoom.

Termin: Mittwoch, 7. Oktober 2026, 14:05 Uhr
Dauer: rund 30 Minuten einschließlich Fragen

Den Zoom-Link erhalten Sie/Ihr nach kurzer Rückmeldung an Gunnar Sohn unter gunnareriksohn@gmail.com.

Journalistinnen und Journalisten, die am Termin nicht teilnehmen können, erhalten die vollständige Studie und die Presseunterlagen gerne vorab.

Für sämtliche Unterlagen gilt eine Sperrfrist bis 7. Oktober 2026, 14:00 Uhr.

Das Pressegespräch findet beim Bonner IT-Dialog im Maritim Hotel Bonn statt. Unter dem Leitmotiv „Die Resilienz Deutschlands auf dem Prüfstand“ bringt die Tagung am 7. und 8. Oktober jene sechs Perspektiven zusammen, die im Ernstfall aufeinander angewiesen sind: Streitkräfte, Politik und Verwaltung, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Zivilschutz, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Wirtschaft, Industrie und Technologie sowie die Zivilgesellschaft. Diskutiert werden der Operationsplan Deutschland und seine zivilen Schnittstellen, föderale Entscheidungsfähigkeit, der Schutz kritischer Infrastrukturen und Lieferketten, die schnellere Überführung technischer Innovationen in den Einsatz sowie die Frage, worauf sich die Bevölkerung vorbereiten muss. Zu den angekündigten Gesprächspartnern gehören unter anderem Staatssekretär Paul Frederik Höller, Bernd König von Google Cloud Public Sector, Norbert Ahrend von Arvato Systems, Thomas Tschersich von der Deutschen Telekom, Christian Marwitz von der BWI sowie Andrii Levanchuk aus der Ukraine. Der programmatische Satz der beiden Tage lautet: Sicherheit entsteht nicht in Silos. Weitere Informationen zum Programm und zur Besucheranmeldung stehen auf der Seite des Bonner IT-Dialogs.

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