Das war die WebSummit 2015

von Administrator
23. November 2015
Das war die WebSummit 2015

Seit 2010 trifft sich die Technologie-Community zum jährlichen Erfahrungsaustausch auf der WebSummit, dem weltweit größten (Internet-)Technologiegipfel in Dublin. Hier nehmen nicht nur Fortune 500 Unternehmen und Tech-Companies – die neben Eigenwerbung auch Innovationen und Investitionspotenziale suchen – teil, sondern man trifft auf ein breites, buntgemischtes Publikum, von Geschäftsleuten, Technikinteressierte, Marekters und Nerds. Und nicht zu vergessen die Tech-Startup-Szene.

Das war die WebSummit 2015

Dieses Jahr war das Event vollständig ausgebucht. Irische Medien sprechen von knapp 42.000 Teilnehmern aus 134 Ländern (vgl. auch WebSummit Blog). Das wäre mehr als eine verhundertfachen seit 2010! Neben der Hauptveranstaltung findet auch noch die FoodSummit, SchoolsSummit, CareersNight oder Furtue of Ireland Veranstaltungen statt, die am Abend und in der Nacht zum Netzwerken einladen.

Das war die WebSummit 2015

Es gab in den drei Tagen mehr als 300 Vorträge auf etwa 10 Bühnen zu hören und jede Menge Zukunftsideen zu entdecken. Darüber hinaus teilten große Unternehmen wie Google, Microsoft, Facebook, Amazon, usw. aber auch Audi und Ford (piloted driving) ihre Visionen und Trends mit den Kongressbesuchern. Flankiert war die Veranstaltung von mehr als 2.000 Startups, die ihre Ideen präsentierten und um Investitionen pitchten (#AudiPITCH).

Das war die WebSummit 2015

Es ist nahezu unmöglich, bei all den Eindrücken ein vollständiges Bild zu zeichnen. Alleine die Tatsache, dass stets 10 Vorträge parallel abliefen und man beim Wechsel des Saals mitunter 10 Minuten Fußmarsch in Kauf nehmen musste, machten es schwer, alles Mitzunehmen was man sich vorgenommen hat. Dennoch war es eine großartige Erfahrung mit vielen wertvollen Informationen und netten Menschen.

So breit wie das Publikum und die Aussteller aufgestellt waren, so waren es auch die Angebotenen Themen. Es gab Vorträge, Talks und Präsentationen aus den Bereichen:

  • Code
  • Content
  • Data
  • Design
  • Enterprise
  • Fashion
  • HealthTech
  • Machine
  • Marketing
  • Money
  • Music
  • Night
  • Society
  • Sport
  • Startup University

Und natürlich die Center-Stage (5.500 Plätze) die prominente und allgemeine Vorträge bot.

Zusammenfassend kann man eine Handvoll Zukunfttrends herauskristallisieren. Virtual Reality (kurz VR) und Augmented Reality (kurz AR) werden definitiv heiße Themen bleiben und die Art, wie wir kommunizieren, interagieren, arbeiten und leben grundlegend verändern.

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Die Menschen beschäftigen sich mit virtuellen Welten zwar schon seit Jahrzehnten, aber langsam kommen wir an einem Punkt, wo der technologische Fortschritt Science-Fiction zur Realität werden lässt. Dass dies ein Zukunftsmarkt ist, bekräftigt auch der Kauf des Startups Oculus VR (OculusRift) durch Facebook.

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Weiteres häufig gestresstes Thema auf der WebSummit war alles rund um Robotics. Sei es Drohnen, autonom agierende Maschinen – im speziellen Autos – oder die Frage, ob künstliche Intelligenz, Ethik, Moral, ja ein Bewusstsein hervorbringen kann.

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Drittes Top-Thema, welches ich hier anführen möchte, ist das Internet of Things (kurz IoT). Die Anzahl an Devices, die mit dem Internet kommunizieren (und somit auch untereinander) wird weiterhin dramatisch zunehmen und eröffnen so neue Möglichkeiten, aber auch Probleme und Herausforderungen, denen man sich stellen muss. In dem Zusammenhang sei der Vollständigkeit halber noch das intelligente, vernetzte Zuhause (Smart Home) bzw. Stadt (Smart City) und der gesamte Markt rund um Wearables (Smartwatches sind nur der Anfang) zu nennen. Natürlich wurde auch über die Cloud, neue Services, smartes Arbeiten, neue Kommunikationsparadigmen und Erfolgskonzepte von Startups die durch die Decke gegangen sind, gesprochen.

Das Bedürfnis, Technologie (vorrangig) für gemeinnützige, gute und ehrenwerte Zwecke nutzbar zu machen, war ebenfalls bei dem ein oder anderen Vortrag erkennbar (Charity Anstrich). Gerade die Mentalität der Startup-Szene verfolgt das Ideal, mit den Ideen Probleme des realen Lebens anzugehen und das Machen von Profiten zweitrangig zu betrachten. Sicherlich werden viele auf dem Weg nach oben korrumpiert, aber den meisten jungen Unternehmern nehme ich die Motivation hinter ihren Vorhaben ab. So verwundert es fast nicht, dass der AudiPITCH in der Kategorie ALPHA von connecterra gewonnen wurde. Ein Startup, welches vernetzte Aktivitäten-Tracker für Milchkühe anbieten möchte, welche Bewegungsprofile erstellt und den Kühen mit Hilfe der gesammelten Daten dabei hilft, stressfreier, mehr Milch zu geben.

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Fachlich konkreter wurde es beispielsweise auf der CodeStage. Hier wurde etwa über die zukünftige Bedeutung von JavaScript referiert oder der Status des (weltweiten) Internets dargelegt. An mehreren Stellen ist mir ein weiter Trend aufgefallen: Die Wichtigkeit Kindern das Programmieren zugänglich zu machen (Kano – ein LEGO ähnlicher Computerbaukasten mit kinderfreundlichen OpenSource OS oder CoderDojo, die Programmierschule für Kinder).

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Als letztes Highlight sind die Gründer- und Geschäftsführer-Vorträge der größten Tech-Companies der Welt zu nennen. Es waren durchaus sehr interessante Einblicke in die Erfolgsgeschichten, Unternehmensabläufe und Zukunftspläne von Unternehmen wie Instagram (Mike Krieger), Dell (Michael Dell), Zalando (Robert Gentz) und viele andere. Was bleibt abschließend noch zur WebSummit zu sagen? Vielleicht etwas, was nur Leute verstehen, die vor Ort gewesen waren:

„Hey folks, wristband please.“ :-) und natürlich bunte Schafe.

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Ab nächsten Jahr wird die WebSummit in Lissabon stattfinden. Konflikte zwischen dem Veranstalter Ci und der Regierung haben das Megaevent in Irland sterben lassen. Schade, aber dann halt auf nach Portugal nächstes Jahr.

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