Neue empirische Studie gestartet: Wer sind die Resilienz-Meister im deutschen Mittelstand?

von Bernhard Steimel
15. Oktober 2021

Trotz aller Unkenrufe ist Deutschland in der Pandemie zum Homeoffice-Weltmeister avanciert. Die Digitalisierung hat vielen Unternehmen ermöglicht, arbeitsfähig zu bleiben und den Kundenkontakt auch auf Distanz aufrecht zu erhalten. Das gelang den digitalen Vorreitern im Mittelstand besonders gut, denn sie haben frühzeitig in digitale Technologien investiert und digitale Kompetenz aufgebaut. Sind sie auch dann erfolgreich, wenn die Zeichen auf Sturm stehen? Dieser Frage gehen wir in unserer dritten empirischen Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand: Die Resilienz-Meister“ nach, die wir heute starten.

Dafür befragen wir wieder Top-Entscheider und Digitalisierungsverantwortliche aus dem deutschen Mittelstand nach ihren Digital-Strategien. Wir wollen wissen, welche Digitalisierungsmaßnahmen sie ergriffen haben, um trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben. Die Studie soll Erfolgsrezepte und Stolperfallen aufzeigen, die mittelständischen Unternehmen helfen, die richtigen Digitalisierungsmaßnahmen zu ergreifen, die sie (wieder) erfolgreicher machen!

Die Teilnahme ist ganz einfach: Klicken Sie hier und melden Sie sich für das Interview.

Worum geht es in der neuen Studie?

Corona-Pandemie, Logistikengpässe, Chipmangel – die deutsche Wirtschaft wird kräftig durchgerüttelt. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten. Trotzdem gibt es Unternehmen, die anscheinend allen Krisen widerstehen und ihre Erfolgsgeschichten auch in einem wirtschaftlich dynamischen Umfeld fortschreiben.

Bei Unternehmen, die während der Krise stärker in digitale Technologien investiert haben als ihre Konkurrenten, ist die Wahrscheinlichkeit eines überdurchschnittlichen Umsatzwachstums doppelt so hoch wie bei ihren Wettbewerbern. (Quelle)

Die These ist: Digitalisierung macht die Unternehmen wirtschaftlich widerstandsfähiger und anpassungsfähiger. Sie wachsen dadurch schneller als die Konkurrenz.

Deshalb lauten unsere Fragen für diese Studie: Gilt das auch für die digitalen Vorreiter im Mittelstand? Welche Digitalstrategien sind besonders erfolgreich? Was ist das Erfolgsrezept der digitalen Vorreiter? Wie steigern sie den wirtschaftlichen Erfolg und werden widerstandsfähiger? Diese Fragen wollen wir mit unserer neuen Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand: Die Resilienz-Meister“ beantworten.

Unsere Interviewpartner für die Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“

Welche Themen hatten die Vorgängerstudien?

Rund um die Themen digitale Dividende und digitale Vorreiter haben wir in den letzten Jahren bereits zwei erfolgreiche und interessante Studien abgeschlossen:

Digitale Dividende im Mittelstand. Strategien erfolgreicher Digitalisierer (2018): Die Studie hat wissenschaftlich bewiesen, dass sich die digitale Transformation lohnt. Es gibt einen positiven und messbaren Zusammenhang zwischen Digitalisierungsgrad und Geschäftsergebnis. Unser Fazit lautet: Unternehmen mit höherem Digitalisierungsgrad sind erfolgreicher.

Digitale Vorreiter im Mittelstand. Die Quellen der Digitalen Dividende (2020): Die Nachfolgestudie hat die digitalen Vorreiter im deutschen Mittelstand in den Fokus genommen. Unsere Erkenntnis: Die digitalen Vorreiter verbinden erfolgreich ihre Stärken mit neuen Innovationsmodellen aus dem Lean Startup Management. Sie machen ihre Unternehmen mit Smart Services zukunftssicher.

Weitere Informationen zu diesen Studien finden Sie in den folgenden Beiträgen im Smarter Service Magazin:

Mehr als 5.000 Leser zeigen die Relevanz unserer Studien. Das sagen unsere Leser:

Philipp Lehmkuhl
Philipp Lehmkuhl
Leiter Digitale Transformation, MEWA Textil-Service AG
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„Die Digitale Transformation ist eine enorme Herausforderung für den deutschen Mittelstand. Die Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“ bringt die Erfolgsfaktoren auf den Punkt.“
Andreas Bettermann
Andreas BettermannVorsitzender des Verwaltungsrats, Obo Bettermann
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Die Studie bringt Licht in Bereiche, die sonst unter dem Radar bleiben. Insbesondere der Mittelstand braucht jedoch diese Orientierungshilfen.
Hagen Rickmann
Hagen RickmannGeschäftsführer, Telekom Deutschland Geschäftskunden
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Die Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“ bringt die Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation auf den Punkt.
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Welchen Fokus hat die Studie?

Wir erkunden, wer die Resilienz-Meister im deutschen Mittelstand sind. Dabei geht es uns auch um Unternehmen aus Branchen, die stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie betroffen sind.

Wir suchen dafür nach mittelständischen Unternehmen, die besonders weit in der Digitalisierung vorangeschritten sind – die digitalen Vorreiter. Insbesondere die Top 1.000 Familienunternehmen, Weltmarktführer und Hidden Champions nehmen wir in den Fokus, um zu schauen, wie sie ihre marktführende Position verteidigen.

Was verstehen wir unter Resilienz in der Wirtschaft?

Resilienz bedeutet in der Psychologie Widerstandskraft, im Sinne von Anpassungs- und Lernfähigkeit. Das lässt sich auch auf Unternehmen übertragen. Dann geht es bei Resilienz darum, Erschütterungen besser zu ertragen und widerstandsfähiger zu werden.

Resiliente Unternehmen bewältigen Schwankungen bei Angebot und Nachfrage auch in Krisenzeiten gut. Sie sind in der Lage, trotz schwieriger Rahmenbedingungen noch Gewinn zu erwirtschaften. Letztendlich kommen sie besser als der Wettbewerb aus der Krise. Denn sie besitzen die Fähigkeit, wirtschaftliche Schocks zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen zu nutzen.

Diese resilienten Unternehmen besitzen fünf entscheidende Merkmale:

  1. Harder: Sie treffen frühzeitig harte Entscheidungen und schneiden alte Zöpfe ab.
  2. Faster: Sie bewegen sich schneller und gelangen so rasch wieder auf den Wachstumspfad.
  3. Stronger: Sie schränken ihre Investitionen nicht ein und reinvestieren.
  4. Smarter: Sie sind digitale Vorreiter, die frühzeitig auf digitale Technologien setzen.
  5. Empathischer: Sie verwirklichen einen Stakeholder-orientierten Blick auf Wirtschaft.

Was verstehen wir unter digitalen Vorreitern?

Digitale Vorreiter gehen die digitale Transformation ihres Unternehmens als Wachstumsprogramm an. Sie verbinden erfolgreich die Stärken ihres Kerngeschäfts mit neuen, digitalen Innovationsmodellen und Arbeitsweisen. So erwirtschaftet rund ein Viertel der in der Vorgängerstudie befragten digitalen Vorreiter inzwischen jeden vierten Euro durch digitale Wertschöpfung.

Unsere These: Digitale Vorreiter sind zudem „Triple Transformer“, die ihre Wertschöpfung auf drei Säulen stützen und damit digitaler, nachhaltiger und menschzentrierter innovieren!

  1. Wachstum und Kunden: Geschäftsmodelle, die auf Nachhaltigkeit setzen, und durch Transparenz das Vertrauen der Verbraucher gewinnen, unterstützen das Unternehmenswachstum.
  2. Rentabilität: Nachhaltige Ansätze tragen zu einer Steigerung der Agilität bei sowie zur Vermeidung unnötiger Ausgaben und zum wachstumsorientierten Ressourceneinsatz.
  3. Vertrauen: Digitalisierung und Transparenz helfen, Risiken zu minimieren, und fördern verantwortungsvolle Lieferketten.

Welche Unternehmen sind beispielhafte digitale Vorreiter?

In unseren Studien haben wir eine Vielzahl an digitalen Vorreitern identifiziert. Einige Beispiele:

Beispiel 1: Groz-Beckert

Beim Hersteller Groz-Beckert (Textilindustrie) bietet das Qualitätsmanagement INH (Ideal Needle Handling) einheitliche Prozesse. Es vermeidet die aufwendige manuelle Dokumentation und physische Aufbewahrung von Nadelbruchstücken. Das Dokumentationssystem ist weltweit einmalig. Es wirkt als Alleinstellungsmerkmal und Wettbewerbsschutz.

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Beispiel 2: Fraba-Gruppe

In der Fraba-Gruppe (Sensor-Herstellung) gibt es eine flache Hierarchie, digitalisierte Prozesse, ein flexibles Bürokonzept mit Homeoffice und große Entscheidungsfreiräume für die Mitarbeiter. In der Corona-Krise hielten deshalb sämtliche Lieferketten und die Fertigung in der digitalen Fabrik lief auch während des Lockdowns weiter.

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Beispiel 3: Heidelberg

Die Heidelberger Druckmaschinen AG bietet ihren Kunden ein Betreibermodell inklusive Wartung, Reparatur und Lagermanagement. Die dabei ermittelten Daten erlauben neue Geschäftsmodelle wie den Print Industry Climate Report. Er analysiert weltweit mehr als 13.000 Druckmaschinen und ermittelt das aktuelle Geschäftsklima der Branche.

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Weitere Beispiele finden Sie in unserem Trendbook Business Resilience. Sie legen nahe, dass Digitalisierung ein Unternehmen widerstandsfähiger, anpassungsfähiger und wirtschaftlich erfolgreicher macht.

Wie geht die Studie vor?

Wir befragen Top-Entscheider und Digitalisierungsverantwortliche aus dem Mittelstand in einstündigen Tiefeninterviews, analysieren die Ergebnisse mit quantitativen und qualitativen Methoden und erarbeiten Fallstudien für besonders resiliente und krisenfeste Unternehmen.

Unser Anspruch: Die Studie soll Erfolgsrezepte und Stolperfallen aufzeigen, die mittelständischen Unternehmen helfen, die richtigen Digitalisierungsmaßnahmen zu ergreifen, die sie (wieder) erfolgreicher machen!

Wer steht hinter der Studie?

Federführend für Konzeption und Umsetzung der Studie ist das Beraternetzwerk Mind Digital, zusammen mit dem Smarter Service Institut und der Innofact AG. Weitere Studienpartner sind die Deutsche Telekom AG und ihre Konzerntöchter Telekom Deutschland GmbH, Deutsche Telekom IoT GmbH, T-Systems MMS und operational services GmbH & Co. KG, die als Digitalisierungspartner des Mittelstands agieren.

Wann erscheint die Studie?

Die Interviews starten im Oktober. Bis Ende des Jahres wollen wir mindestens 50 CXOs und Digitalisierungsverantwortliche befragt haben. Mit ersten Ergebnissen rechnen wir Anfang Februar. Die Studie soll im März 2022 erscheinen.

Wer kann an der Befragung teilnehmen?

Sie sind Geschäftsführer(in), Vorstandmitglied (CXO) oder Digitalisierungsverantwortlicher im Mittelstand? Unterstützen Sie unsere Studie, indem Sie an einem einstündigen Interview teilnehmen und ihre Erfolgsgeschichte erzählen. Wenn gewünscht, veröffentlichen wir sie als Fallbeispiel in unserer Studie.

Zahlen und Fakten bleiben anonym. Für die optionalen Fallbeispiele erbitten wir allerdings die Erlaubnis zur Namensnennung.

Die Teilnahme ist ganz einfach: Klicken Sie hier und melden Sie sich für das Interview. Wir antworten kurzfristig und besprechen alles weitere.

Sie kennen ein Unternehmen, das gut in unsere Studie passt? Dann nehmen Sie ebenfalls mit uns Kontakt auf!

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